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Sandung

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Sandungsanlagen werden an Schienenfahrzeugen eingesetzt, um auch bei schlechten Bedingungen, ausreichende Reibungsverhältnisse zwischen Rad und Schiene zu gewährleisten.

MBM Sandungssysteme bestehen aus perfekt aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten welche variantenreich kombiniert werden können um Ihre ganz individuellen Ansprüche und Wünsche zu erfüllen.

Schienenfahrzeuge haben einen großen Vorteil gegenüber Fahrzeugen mit Gummireifen: Ihr Rollwiderstand ist sehr gering.

Man verliert kaum Energie durch Reibung. Das macht den Schienenverkehr so effizient und umweltschonend. Doch wenn man rasch bremsen möchte, dann wird genau diese wünschenswerte Eigenschaft zum Nachteil, denn dann wäre möglichst hohe Reibung gewünscht.

Der Bremsweg ist bei Schienenfahrzeugen normalerweise viel länger als man das z.B. vom Auto kennt. Dies gilt ganz besonders bei Nässe. Im Herbst kommt es zusätzlich zu Verunreinigungen durch nasses Laub, welche oft zu großen Problemen beim Bremsen aber auch beim Anfahren auf Steigungen führen.

Wäre es nicht großartig, wenn man einen Knopf hätte, mit dem man die sonst so schön niedrige Reibung der Schienenfahrzeuge bei Bedarf einfach erhöhen könnte?

MBM bietet genau so einen „Knopf“ an!

MBM Sandstreusysteme können – auf Knopfdruck oder auch ganz automatisch durch das Schienenfahrzeug gesteuert – fein dosierten Sand direkt vor die Räder streuen um die Reibung zwischen Rad und Schiene bei Bedarf zu erhöhen.

Komponenten

Mit MBM-Sandstreusystemen können Schienenfahrzeuge mit niedriger Reibung effizient und umweltschonend fahren und bei Bedarf mit hoher Reibung, ebenso effizient und umweltschonend, gebremst werden.

Wir bieten maßgeschneiderte Sandstreusysteme für jede Art von Schienenfahrzeug, von Baufahrzeugen über Rangierlokomotiven, Straßenbahnen, Stadtbahnen, Regional- und Fernverkehrszügen bis zu Hochgeschwindigkeitszügen, wir haben eine passende Lösung für alle Anwendungen.

Unsere Kunden sind große wie kleine Schienenfahrzeughersteller, aber auch Betreiber von Schienenfahrzeugen, welche alte oder unzuverlässige Sander gegen neue MBM-Sandstreusysteme tauschen möchten.

Wie soll die Anlage ausgestattet werden?

Dosiereinrichtung - MBM Sandmaus®

Die Dosiereinrichtung ist die wichtigste Komponente einer Sandungsanlage. Sie dosiert und fördert den Sand aus dem Sandbehälter über einen Sandschlauch in den Rad-Schiene-Spalt.
Die Dosiereinrichtung – MBM Sandmaus® – fördert Sand rein pneumatisch. Im Inneren der Sandmaus wird durch Beaufschlagen mit Druckluft und das Venturiprinzip ein Unterdruck erzeugt. Dieser saugt den Sand aus dem Sandbehälter. Es gibt keinerlei bewegliche Teile im Sand, welche sich leicht verklemmen könnten und der abrasiven Wirkung von Bremssand ausgesetzt wären.

Um Sand mit Luft aus einem Behälter saugen zu können, muss dieser belüftet sein. (die Luft, mit der der Sand aus dem Behälter gesaugt wird, muss ja auch irgendwie in den Behälter gelangen.) Diese Belüftung ist bereits in die MBM Sandmaus® integriert. Die in die Dosiereinrichtung integrierte Belüftung ist ein patentiertes Alleinstellungsmerkmal der MBM Sandmaus® und leistet einen entscheidenden Beitrag für die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Sandungsanlage.

Die MBM Sandmaus® gibt es in vielen Varianten – vertikaler oder horizontaler Sandaustrag, beheizt oder unbeheizt, mit oder ohne Nachblasfunktion, mit konstanter oder geschwindigkeitsabhängig steuerbarer Sandmenge, für natürlichen Sand oder zusätzliche alternative Streumittel und viele mehr. Alle Varianten haben die patentierte interne Belüftung gemein und natürlich auch die damit verbundene genaue und zuverlässige Sanddosierung.

Sandbehälter

Der Sandbehälter speichert den Bremssand. Der Behälter wird unter Berücksichtigung des vorhandenen Bauraumes ausgelegt. Das Rieselverhalten des Sandes wird mit Hilfe moderner 3D Simulation schon im Entwurfsstadium berechnet, um die optimale Form des Sandbehälters zu ermitteln. Dies ermöglicht eine Optimierung der Behälterform schon am virtuellen Modell. Der fertige Behälter nützt damit den vorhandenen Bauraum optimal aus, entleert sich vollständig und kann optimal befüllt werden.

Einfüllklappe

Die Einfüllklappe dient zu Befüllung des Sandbehälters und verschließt den Behälter wasser- und staubdicht. Einfüllklappen können in allen erdenklichen Formen und Farben geliefert werden, gerne auch mit projektspezifischen Schlössern. Allen Einfüllklappen gemein ist die solide Konstruktion aus hochwertigen, korrosionsbeständigen Materialien für eine lange, beschwerdefreie Lebensdauer.

Füllstandsensor

Die Überwachung der Sandfüllmenge im Behälter kann durch einfache Schaugläser oder eigens dafür installierte Sensorik erfolgen. Bei gut zugänglichen Behältern ist das klassische Schauglas kaum zu übertreffen. In Straßenbahnen haben sich, aufgrund der meist nicht gut zugänglichen Position der Behälter, Grenzstandsensoren zur Füllstandüberwachung durchgesetzt. Natürlich bieten wir auch kontinuierlich messende Füllstandsensoren an, die die Behälterfüllmenge praktisch von 0% bis 100% anzeigen können. Nach unserer Meinung ist dies allerdings mehr Information als nötig.

Drucklufterzeugung -
MBM-Kleinkompressor

Die zur Sanddosierung benötigte Druckluft wird entweder vom Fahrzeug zur Verfügung gestellt, oder durch einen Kleinkompressor erzeugt. Der MBM-Kompressor besteht aus einem Pumpenteil mit 24V Gleichstrommotor. Auch der Kompressor ist so einfach wie möglich aufgebaut und damit sehr zuverlässig und standfest. Der Pumpenteil des Kompressors arbeitet nach dem Flügelzellenprinzip. Die dafür nötigen Trennschieber sind aus Spezialkohle gefertigt und benötigen daher keinerlei Schmierung. Der verwendete Motor ist ein „echter“ Gleichstrommotor, der mit Kohlebürsten kommutiert wird. Damit ist der Motor extrem zuverlässig und langlebig und benötigt zum Betrieb keinerlei elektronische Steuerung. Der oft kritisierte Verschleiß an den Kohlebürsten ist in unserer Anwendung aufgrund der sehr kurzen Einschalt- und Betriebsdauern völlig unkritisch. Die Bürsten können selbstverständlich einfach geprüft und gegebenenfalls getauscht werden. Ein Tausch ist aber nur in sehr seltenen Fällen nötig.

Druckluftsteuerung-
Pneumatikkomponenten

 Die Steuerung der zur Sanddosierung benötigten Druckluft erfolgt häufig über das bereits am Fahrzeug vorhandene Druckluftsystem. Auf Wunsch können Pneumatikkomponenten wie Absperrhähne, Druckregelventile, Ventile zur Ein/Aus Steuerung aber auch Ventile zur variablen Ansteuerung der Sanddosierung von MBM bezogen werden. Selbstverständlich kommen dabei nur bewährte bahntaugliche Komponenten zum Einsatz.

Sanddüse

 Die Sanddüse richtet den Sandstrahl zielgenau in den Rad-Schiene-Spalt und schützt den Sandschlauch vor übermäßigem Eindringen von Spritzwasser. MBM-Sanddüsen sind aus hochwertigen, korrosionsbeständigen Materialien gefertigt und können auf Wunsch mit elektrischen Heizungen versehen werden, um die Wintertauglichkeit noch weiter zu steigern.

Wintertauglichkeit - Heizung

Die bereits gute Wintertauglichkeit der Sandungsanlagen kann durch elektrische Heizungen an ausgewählten Stellen noch weiter verbessert werden. Dabei sind Heizungen für den Sandbehälter bzw. für die Dosiereinrichtung und für das Ende des Sandleitschlauches bzw. die dort angebrachte Sanddüse üblich.

Alternative Streumittel - MBM RailGrip

MBM RailGrip

+ Kein Feinstaub
+ Völlig ungiftig
+ Nur 10% der Menge nötig
+ Sichere Gleisfreimeldung
+ 10 mal weniger Betankung

Sand

– Hunderte Tonnen Feinstaub pro Jahr
– Gesundheitsschädlich – Silikose
– Große Mengen nötig
– Unfälle durch falsche Gleisfreimeldung
– hohe Kosten durch häufige Betankung

MBM RailGrip® ist eine Alternative zu herkömmlichem, natürlichem Sand als Streumittel. Es ist ein keramisches Granulat (Al2O3, oder auch Korund genannt) das ganz hervorragende Eigenschaften als Haftwertverbesserer an Schienenfahrzeugen hat. Um den Rahmen hier nicht zu sprengen, werden einige Vorteile gegenüber natürlichem Sand hier nur kurz dargestellt. Zu weitere
Details stehen wir bei Interesse gerne zur Verfügung. Hier soll nur erwähnt werden, dass die MBM Sandmaus in der DuAL Variante sowohl Sand in herkömmlichen Mengen als auch MBM RailGrip in den sehr kleinen dafür nötigen Mengen (etwa 10% von Sand) austragen kann. Damit wird auch eine eventuelle gewünschte Umrüstung im laufenden Betrieb so einfach wie möglich

Beispiele für Besandungsanlagen